Reisekreditkarte 2018

Wer viel im Ausland unterwegs ist kann mit der richtigen Reisekreditkarte schnell eine mittlere Summe Geld und Gebühren sparen. Somit kann man kostenfreie Kartenzahlungen im Ausland tätigen und Weltweit kostenlos Geld abheben. Wer unvorbereitet in den Urlaub fährt, kann schnell bis zu 10€ pro Abhebung am Geldautomat zahlen. Ebenso fällt bei jeder Zahlung mit der Kreditkarte 1-2% des Umsatzes zusätzlich zur Wechselkursgebühr an. Zwar sind die Gebühren in Europa zumindest bei vielen Banken inzwischen auf akzeptablen Niveau, aber eben nicht gänzlich kostenlos. Viel schlimmer ist es im nicht europäischen Ausland. Hier schlagen die meisten Banken kräftig zu. Die Lösung ist eine spezielle Reise-Kreditkarte. Diese haben keine Auslandsgebühren und sind für den Einsatz im Ausland optimiert(natürlich kann man diese auch im Inland verwenden). Hier habe ich einige Tipps zusammen gestellt worauf man bei der Wahl achten muss. Ob man eine zweite Karte benötigt und vieles mehr.

Die beste Kreditkarte für Reisen finden

Eine Reisekreditkarte ermöglicht den kostenlosen Auslandseinsatz
Eine Reisekreditkarte ermöglicht den kostenlosen Auslandseinsatz

Das Suchen nach der für einen passenden  Reisekreditkarte ist gar nicht so leicht: Eine unüberschaubare Anzahl an deutschen wie ausländischen Banken. Da fast keine Bank aktiv für den Auslandseinsatz wirbt, ist bei vielen die Nutzung im Ausland nur im Kleingedruckten lesbar. Dazu kommen die normalen in „Bankendeutsch“ formulierten Bedingungen. Nichts wenn man mal auf die schnelle und nebenher liest.

Ein weiterer großer Punkt ist, dass Banken fleißig an den Konditionen schrauben, Gebühren erheben oder in bestimmten Bereichen fallen lassen. Gefühlt ändert jede Bank einmal im Jahr etwas an ihren Konditionen ab. Ich versuche hier etwas Transparenz in die Angelegenheit zu bringen und die Wahl zu vereinfachen. Daher liegt der Hauptaugenmerk natürlich auf den Kosten. Jahres- oder Kontoführungsgebühren sind ein Ausschlusskriterium für die beste Reisekreditkarte. Dabei prüfe ich nur Karten, die ein kostenfreies Abheben von Bargeld im Ausland ermöglichen oder mit denen man kostenlos im Ausland zahlen kann. Alles andere sind keine Reisekreditkarten sondern normale Kreditkarten.

Meine Empfehlung

Ich empfehle folgende Reisekreditkarten:

Santander Bankhttps://www.santander.de/privatkunden/konten-karten/karten/1plus-visa

Ab einem monatlichen Geldeingang von 700€, die DKB: https://www.dkb.de/privatkunden/dkb_cash/index.html

Entscheidungshilfen / Kriterien für die passende Reisekreditkarte

Da sich der eine oder andere vielleicht noch unsicher ist welche für ihn die richtige Reisekreditkarte ist, hab ich versucht einige Punkte, an die man so sonst nicht denkt zusammen zu fassen. Da die Entscheidung für eine Karte sowohl vom Zielland als auch von den persönlichen Ansprüchen und der persönlichen Situation abhängt ist eine pauschale Empfehlung natürlich schwer. So stellt ein regelmäßiger Geldeingang von 1000€ für den einen kein Problem dar, für den anderen reichen 10 freie Transaktionen im Ausland.

Die Hauptkriterien sind:

  • Keine Wechselkursaufschläge
  • Keine Gebühren beim abheben am Geldautomaten im Ausland
  • Hohe Akzeptanz und Verbreitung
  • Keine Gebühren beim Bezahlen in fremder Währung
  • Keine vorschnelle Sperrungen seitens der Bank wegen Einsatz in exotischen Ländern (oft lässt sich zwar die Karte einfach per Telefon wieder entsperren, aber im Urlaub ist dies mehr als lästig)
  • Aktuelle Sicherheitsfeatures

Kriterium Nr. 1: In welchem Land wird die Reisekreditkarte eingesetzt werden?

Eins der wichtigsten Kriterien ist der Einsatzort der Karte. Daher muss man sich die Frage stellen, reist man nur in Europa oder durch die ganze Welt. Wie ist es mit den Konditionen im Heimatland? Kann ich die Reisekreditkarte auch daheim im Alltag verwenden? Gerade für jemanden der noch keine Kreditkarte besitzt sollte dies ein wichtiger Punkt sein.

Kriterium Nr. 2: Kartentyp, Credit, Charge, Debit oder Prepaid?

Die Antwort auf die Frage nach dem passenden Kartentyp für die Reisekreditkarte ist nicht ganz einfach. So kommt es sehr auf die individuellen Wünsche aber auch auf die finanzielle Situation an.

Klassische echte Kreditkarte (Creditcard): Hier muss man ganz klar fest halten, dass nur Personen mit guter Bonität eine Reisekreditkarte auf Kredit bekommen. Daher kommt diese Art nur in Frage wenn man eine Festanstellung hat und über regelmäßigen Geldeingang. Hierbei bekommt man einen echten Kredit um dessen Ausgleich man sich selbst kümmern muss.
Natürlich gibt es auch Credit-Kreditkarten die auf Sicherheiten verzichten. Dies geht aber sehr häufig mit schlechteren Konditionen einher.
Der große Vorteil der Credit-Kreditkarten ist, dass diese als Sicherheit dienen können. Hotelbuchungen oder Mietwagensciherheiten sind kein Problem.

Prepaid Reisekreditkarten: Prepaid Kreditkarten sind relativ leicht zu erhalten. Auch die Vergabe an Jugendliche ist normalerweise kein größeres Problem. Die Karten werden vorher mit eine Aufladefunktion mit Geld aufgeladen. Über dieses kann anschließend mit der Reisekreditkarte verfügt werden.

Charge Kreditkarten / Debit Kreditkarten: Bei diesem Typ wird die Summe vom Konto direkt abgebucht. Bei Debitkarten direkt und bei Chargekarten gesammelt nach einem gewissen Zeitraum (Woche oder Monat).

Der Nachteil der letzteren Karten ist, dass diese in sehr seltenen Fällen nicht als Sicherheit akzeptiert werden. In der Praxis funktionieren alle aber normal gleich gut.

Kriterium Nr. 3: Akzeptanz – VISA, Mastercard oder American Express?

Die Akzeptanz ist leider immer noch ein Problem. Mastercard und Visa teilen sich den Markt quasi auf. Mit über 35 Millionen Akzeptanzstellen pro Typ findet man mit diesen sicher überall auf der Welt den passenden Automaten. Damit ist man mit eine der beiden Typen als Reisekreditkarte sicher am besten beraten.
Wer eh zwei Karten mit sich führt kann natürlich einmal auf Visa und einmal auf Mastercard setzen. Mit dieser Kombination ist man auf der sicheren Seite.

AMEX (American Express) und Diners Club sind weltweit viel seltener vertreten. Daher kann ich diese eigentlich nur für richtige Reisejunkies empfehlen. Auch ist das Angebot der Banken an solchen Karten ist sehr begrenzt.

Kriterium Nr.4: Was passiert wenn du die Reisekreditkarte verlierst?

Folgendes sollte bedacht werden:

  • Bietet die Bank die Option der Nachsendung einer Ersatzkarte ins Ausland? Gerade wer länger unterwegs ist sollte darauf achten
  • Es sollten geringe Kosten für eine Ersatzkarte anfallen
  • Die Karte sollte Online, per App oder normal per 24h Hotline sperrbar sein

Was passiert im Notfall

Die empfohlene Reisekarte der DKB bietet einen kostenlosen Nofall Service an. Mit diesem bekommt man eine Not-Ersatzkarte sowie Nofall Bargeld zur Überbrückung.

Ansonsten besteht immer die Möglichkeit sich zum Beispiel via Western Union selbst Geld zu schicken. Um dies zu ermöglichen muss man immer noch in der Lage sein Überweisungen zu tätigen. Dies bedeutet die Banking App, das Handy oder der Tangenerator müssen noch funktionieren. Außerdem ist es nicht mehr möglich ohne Ausweis (Personal oder Führerschein) an sein Geld zu kommen. Wenn Ausweis und Co. mit der Reisekreditkarten abhanden gekommen sind muss man den Weg in die deutsche Botschaft einschlagen.

Benötige ich eine zweite Reisekreditkarte?

Viele Reiseprofis haben immer zwei Kreditkarten / Reisekreditkarten bei sich. Dies liegt nicht daran, dass diese Geld sparen möchten. Vielmehr bringt die zweite Karte ein gewisses Maß an Sicherheit. Denn wer alleine reist oder mit Partner ohne Kreditkarte nimmt ein paar Risiken in Kauf. Zu nennen wären hier an erster Stelle der Diebstahl der Reisekreditkarte. Aber auch Bankautomaten können die Karte „fressen“. Da man meist zum Automaten geht wenn das Geld knapp wird ist dies doppelt ärgerlich – kein Geld und keine Karte.

Daher muss man ganz klar zur Ersatz Reisekreditkarte raten. Am besten an einem anderen Ort verstaut als die Hauptkarte.