Griechenland segeln abseits der Touristenmassen

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Wer einen Segeltörn durch Griechenland plant, denkt zuerst an die Klassiker. Das ist verständlich — und meistens ein Fehler. Die schönsten Ecken Griechenlands tauchen in keinem Reiseführer auf. Sie haben keine Flughäfen, keinen organisierten Tourismus, manchmal nicht einmal eine Straße. Man erreicht sie nur mit einem Boot.

Was Segler sehen, was andere nicht sehen

Meganisi liegt nur eine halbe Seemeile östlich von Lefkas und ist weitgehend vom Massentourismus verschont. Die Insel hat tiefe Einschnitte, zerklüftete Ufer und eine Höhle — die Papanikolis Cave, groß genug, dass sich dort im Zweiten Weltkrieg ein griechisches U-Boot versteckt hat. Heute machen hier Segler ihren Tagesstopp. In Atherinos, einer von Landtouristen völlig unberührten Bucht, gibt es zwei Tavernen mit traditionell einfacher Küche, Olivenbäume die im Wind rascheln — und sonst nichts. Genau das ist der Punkt.

Milos ist der Geheimtipp unter den Kykladen — weniger bekannt als Mykonos oder Santorini, und genau deshalb besonders. Die Küste ist von vulkanischem Gestein geprägt: Felsen in Ocker, Rot und Weiß ragen aus dem Meer. Das verlassene Fischerdorf Klima mit seinen bunten Bootsschuppen direkt am Wasser ist eines der fotogensten Motive ganz Griechenlands. Wer früh morgens ankert, hat die Bucht oft noch für sich allein.

Weiter nördlich: Die Nördlichen Sporaden sind ein ursprüngliches Revier mit zahlreichen Ankerbuchten — je weiter man sich von Volos nach Osten bewegt, desto schöner und einsamer wird es. Alonnisos, die ruhigste der drei Sporaden-Inseln, hat eine Altstadt hoch über dem Hafen und eine unbewohnte Nachbarinsel namens Peristera, auf der man nachts in vollkommener Dunkelheit vor Anker liegt. Kein Lärm. Kein Betrieb.

Wann fahren

Mai, Juni und September sind die besten Monate. Von Juni bis September liegen die Wassertemperaturen zwischen 23 und 27 Grad — aber Juli und August bringen auch den Meltemi auf Hochtouren: Mit einer Wahrscheinlichkeit von 70% weht er von Juni bis September, und in den Monaten Juli und August kann er tagelang mit 6 bis 8 Beaufort durchgehend blasen. Wer das nicht braucht, fährt im September. Die Preise sind dann angemessener, die Marinas nicht mehr überfüllt, das Wetter beständig warm — und die Zeit zum Schnorcheln und Tauchen ist ideal. Im September und Oktober ist das Meer mit 22 bis 24 Grad noch warm genug zum Baden, die Tage bleiben mit sieben bis neun Sonnenstunden sonnig. Die Inseln gehören wieder sich selbst — und das Segelboot hat endlich Platz zum Ankern.

Wie reist man heute nach Griechenland unter Segeln

Immer mehr Reisende suchen nach Wegen, ein Segelboot zu teilen — ohne eigenen Schein, ohne komplette Crew organisieren zu müssen. Man bucht eine Koje, teilt die Kosten mit anderen, ein erfahrener Skipper übernimmt die Navigation. Das Modell funktioniert, und es verändert, wie man Griechenland erlebt.

Sailwiz hat sich genau darauf spezialisiert. Wer gemeinsame Segelurlaube weltweit sucht, findet dort eine Plattform, die Skipper mit Reisenden verbindet, die segeln wollen, ohne ein ganzes Boot zu chartern. Kein Kreuzfahrtschiff, keine organisierte Gruppe — echtes Segeln in kleiner Besatzung, mit Freiheit beim Kurs. Wer das einmal erlebt hat, plant den nächsten Törn meistens schon an Bord.

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