Prunkvolle Schlösser, jahrhundertealte Kaffeehäuser, weltberühmte Kunst, prächtige Kirchen und gleichzeitig überraschend viel Grün: Wien gehört zu den europäischen Städten, bei denen selbst ein längerer Aufenthalt kaum ausreicht, um wirklich alles zu entdecken. Die wichtigsten Wien Sehenswürdigkeiten liegen dabei angenehm nah beieinander und lassen sich hervorragend zu Fuß und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden.
Wer zum ersten Mal nach Wien reist, sollte sich nicht nur auf Schloss Schönbrunn, Stephansdom und Hofburg beschränken. Das Belvedere, die Ringstraße, der Prater, der Naschmarkt und das MuseumsQuartier gehören ebenso zu einem Wien-Besuch wie eine Melange im Kaffeehaus oder ein Spaziergang durch einen der großen Parks.
In diesem Reiseführer zeigen wir die schönsten Sehenswürdigkeiten in Wien, verraten, welche davon sich besonders lohnen und geben Tipps für einen Aufenthalt von einem, zwei oder drei Tagen.
Inhaltsverzeichnis
Die wichtigsten Wien Sehenswürdigkeiten auf einen Blick
| Sehenswürdigkeit | Besonders interessant für | Zeit einplanen |
|---|---|---|
| Stephansdom | Architektur, Geschichte, Aussicht | 1–2 Stunden |
| Hofburg | Habsburger, Sisi, Geschichte | 2–4 Stunden |
| Schloss Schönbrunn | Kaiserzeit, Gärten, Familien | mind. 3 Stunden |
| Schloss Belvedere | Kunst, Klimt, Barock | 2–3 Stunden |
| Wiener Staatsoper | Musik und Architektur | 1 Stunde oder Vorstellung |
| Ringstraße | Architektur und Spaziergänge | 2–3 Stunden |
| MuseumsQuartier | Kunst, Kultur, Cafés | 2 Stunden bis ganzer Tag |
| Prater und Riesenrad | Familien, Aussicht, Unterhaltung | 2–4 Stunden |
| Naschmarkt | Essen und Wiener Alltag | 1–2 Stunden |
| Hundertwasserhaus | Architektur und Fotografie | 1 Stunde |
Warum Wien so besonders ist
Wiens Geschichte reicht bis in die Römerzeit zurück. Im Gebiet der heutigen Innenstadt lag einst das römische Legionslager Vindobona. Jahrhunderte später entwickelte sich Wien zum politischen Zentrum der Habsburger und schließlich zur Hauptstadt eines riesigen Reiches. Diese unterschiedlichen Epochen sind bis heute im Stadtbild sichtbar.
Mittelalterliche Gassen treffen auf barocke Paläste, die monumentalen Gebäude der Ringstraße auf Jugendstil und moderne Architektur. Besonders eindrucksvoll ist das historische Zentrum, das seit 2001 zum UNESCO-Welterbe gehört.
Doch Wien lebt nicht nur von seiner Vergangenheit. In den Innenhöfen des MuseumsQuartiers sitzen Studenten neben Touristen, am Donaukanal trifft Street-Art auf Bars und im Prater stehen alte Fahrgeschäfte neben modernen Attraktionen. Gerade diese Mischung macht Wien interessant.
Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Wien
1. Stephansdom – das Wahrzeichen von Wien
Mitten im historischen Zentrum steht das wahrscheinlich bekannteste Wahrzeichen Wiens: der Stephansdom. Der sogenannte „Steffl“ prägt mit seinem 136 Meter hohen Südturm die Silhouette der Stadt.
Besonders auffällig ist das mit farbigen Ziegeln gedeckte Dach. Wer Wien von oben sehen möchte, kann den Südturm über 343 Stufen erklimmen. Alternativ führt ein Aufzug auf den Nordturm, in dem sich die berühmte Glocke Pummerin befindet.
Auch das Innere des Doms lohnt sich. Neben Altären und Kapellen können unter anderem die Katakomben besichtigt werden.
Tipp: Rund um den Stephansplatz beginnt eines der schönsten Gebiete für einen Spaziergang durch Wien. Von hier gelangt man schnell zum Graben, zum Kohlmarkt und weiter in Richtung Hofburg.
2. Graben, Kohlmarkt und historische Altstadt
Direkt am Stephansplatz beginnt der Graben, eine der bekanntesten Straßen der Wiener Innenstadt. Gemeinsam mit Kohlmarkt und Kärntner Straße bildet er einen besonders eleganten Teil des historischen Zentrums.
Am Graben steht die barocke Pestsäule. Von hier lohnt es sich, ohne festen Plan durch die umliegenden Seitengassen zu schlendern. Hinter prachtvollen Fassaden verstecken sich kleine Innenhöfe, Kirchen, traditionelle Geschäfte und Kaffeehäuser.
Wer Wien zum ersten Mal besucht, sollte sich für diesen Teil der Stadt bewusst Zeit lassen. Viele der schönsten Eindrücke findet man hier nicht in einem Reiseführer, sondern beim einfachen Herumlaufen.
3. Hofburg – auf den Spuren der Habsburger
Die Wiener Hofburg war über Jahrhunderte das politische Zentrum der Habsburger. Aus einer mittelalterlichen Burg entstand im Laufe der Zeit ein riesiger Komplex aus unterschiedlichen Gebäuden, Höfen und Trakten.
Heute befinden sich innerhalb der Hofburg unter anderem die Kaiserappartements, das Sisi Museum, die Kaiserliche Schatzkammer und Teile der Österreichischen Nationalbibliothek. Außerdem grenzt die berühmte Spanische Hofreitschule an den Komplex.
Schon ein Spaziergang über Michaelerplatz, Heldenplatz und durch die verschiedenen Höfe vermittelt einen Eindruck von der Größe der ehemaligen Kaiserresidenz.
4. Sisi Museum und Kaiserappartements
Wer sich für Kaiserin Elisabeth interessiert, sollte das Sisi Museum innerhalb der Hofburg besuchen. Die Ausstellung beschäftigt sich nicht nur mit der romantisierten „Sissi“ aus den bekannten Filmen, sondern mit dem tatsächlichen Leben der Kaiserin.
Persönliche Gegenstände und historische Räume zeigen eine deutlich komplexere Persönlichkeit als die häufig idealisierte Darstellung der österreichischen Kaiserin.
5. Spanische Hofreitschule
Eine weitere Besonderheit der Hofburg ist die Spanische Hofreitschule. Ihre Geschichte reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Berühmt ist sie vor allem für ihre Lipizzaner und die klassische Reitkunst der Hohen Schule.
Wer keine komplette Vorführung besuchen möchte, kann sich je nach Programm auch für eine Morgenarbeit oder Führung entscheiden.
6. Schloss Schönbrunn und Schlosspark
Das Schloss Schönbrunn gehört zu den absoluten Höhepunkten einer Wien-Reise. Die ehemalige Sommerresidenz der Habsburger bildet gemeinsam mit ihren Gärten ein gewaltiges barockes Ensemble und gehört zum UNESCO-Welterbe.
Im Schloss lassen sich verschiedene kaiserliche Räume besichtigen. Mindestens genauso sehenswert ist jedoch der weitläufige Schlosspark.
Ein Spaziergang sollte bis zur auf einer Anhöhe gelegenen Gloriette führen. Von dort eröffnet sich einer der schönsten Blicke über Schönbrunn und große Teile Wiens.
Im Areal befinden sich außerdem der Tiergarten Schönbrunn, das Palmenhaus, mehrere Brunnen, Gartenanlagen und weitere kleinere Sehenswürdigkeiten. Für Schönbrunn sollte man daher eher einen halben Tag als nur eine Stunde einplanen.
7. Schloss Belvedere und Gustav Klimts „Der Kuss“
Das Belvedere besteht aus dem Oberen und Unteren Belvedere sowie einer dazwischenliegenden barocken Gartenanlage. Schon das Gebäude selbst gehört zu den schönsten Schlossanlagen Wiens.
Kunstliebhaber kennen das Obere Belvedere vor allem wegen seiner bedeutenden Sammlung österreichischer Kunst. Hier befindet sich auch Gustav Klimts weltberühmtes Gemälde „Der Kuss“.
Wer kein Museum besuchen möchte, sollte zumindest durch die Gartenanlage spazieren. Besonders schön ist der Blick auf das Obere Belvedere mit den Wasserbecken im Vordergrund.
8. Wiener Staatsoper
Die Wiener Staatsoper gehört zu den berühmtesten Opernhäusern der Welt. Das Gebäude wurde als einer der ersten großen Prachtbauten der Ringstraße errichtet und 1869 mit Mozarts „Don Giovanni“ eröffnet.
Im Zweiten Weltkrieg wurde ein Teil des Hauses schwer beschädigt. 1955 erfolgte die Wiedereröffnung.
Auch wer keine Opernaufführung besuchen möchte, kann das Gebäude im Rahmen einer Führung kennenlernen. Dabei sind unter anderem das Haupttreppenhaus, verschiedene Prunkräume und der Zuschauerraum zu sehen.
9. Wiener Ringstraße
Die Ringstraße ist keine einzelne Sehenswürdigkeit, sondern eine ganze Ansammlung monumentaler Gebäude. Nach dem Abriss der alten Stadtbefestigung entstand hier im 19. Jahrhundert einer der repräsentativsten Boulevards Europas.
Entlang der Ringstraße liegen unter anderem:
- Wiener Staatsoper
- Hofburg und Neue Burg
- Kunsthistorisches Museum
- Naturhistorisches Museum
- Österreichisches Parlament
- Wiener Rathaus
- Burgtheater
- Universität Wien
- Votivkirche
Wer zum ersten Mal in Wien ist, kann einen großen Teil der Ringstraße zu Fuß erkunden. Bequemer ist eine Fahrt mit einer der Straßenbahnlinien, die entlang verschiedener Abschnitte des Rings verkehren.
10. Kunsthistorisches Museum
Das Kunsthistorische Museum zählt zu den bedeutendsten Museen Wiens. Schon das monumentale Gebäude gegenüber dem Naturhistorischen Museum ist sehenswert.
Im Inneren befinden sich die über Jahrhunderte aufgebauten Sammlungen der Habsburger. Besucher finden hier Werke großer europäischer Meister sowie Kunstschätze aus unterschiedlichen Epochen.
Wer sich intensiv für Kunst interessiert, kann problemlos mehrere Stunden im Museum verbringen.
11. MuseumsQuartier
Direkt hinter dem Maria-Theresien-Platz beginnt mit dem MuseumsQuartier eine völlig andere Seite Wiens. Historische Hofstallungen treffen hier auf moderne Museumsarchitektur, Restaurants, Cafés und öffentliche Plätze.
Zu den bekanntesten Einrichtungen gehören das Leopold Museum, das mumok, die Kunsthalle Wien und das Architekturzentrum Wien.
Man muss jedoch kein Museum besuchen, um das MuseumsQuartier zu genießen. Die Innenhöfe sind selbst ein beliebter Treffpunkt und eignen sich hervorragend für eine Pause während eines langen Sightseeing-Tages.
12. Wiener Rathaus und Rathausplatz
Das neugotische Wiener Rathaus ist eines der auffälligsten Gebäude an der Ringstraße. Direkt davor liegt der große Rathausplatz.
Je nach Jahreszeit finden hier unterschiedliche Veranstaltungen statt. Besonders bekannt ist der Bereich rund um Weihnachten, wenn vor dem Rathaus einer der berühmtesten Weihnachtsmärkte Wiens aufgebaut wird.
Vom Rathaus sind Parlament, Burgtheater und Volksgarten nur wenige Gehminuten entfernt.
13. Karlskirche
Die Karlskirche am Karlsplatz gehört zu den schönsten Barockkirchen Wiens. Charakteristisch sind die große Kuppel und die beiden monumentalen Säulen vor dem Hauptgebäude.
Besonders fotogen ist die Kirche vom Wasserbecken auf dem Karlsplatz aus. Am Abend sorgt die Beleuchtung für eine beinahe spiegelbildliche Ansicht im Wasser.
14. Wiener Prater und Riesenrad
Der Prater zeigt eine völlig andere Seite von Wien. Ein Teil des riesigen Areals ist eine weitläufige Grünanlage, während sich im sogenannten Wurstelprater zahlreiche Fahrgeschäfte und Unterhaltungsangebote befinden.
Sein bekanntestes Wahrzeichen ist das Wiener Riesenrad. Es wurde bereits 1897 errichtet und bietet aus fast 65 Metern Höhe einen schönen Blick über Wien.
Ein Besuch lohnt sich besonders gegen Abend, wenn die Stadt langsam beleuchtet wird.
15. Naschmarkt
Wer zwischen all den Schlössern und Museen etwas Wiener Alltag erleben möchte, sollte den Naschmarkt besuchen. Auf dem bekanntesten Markt der Stadt befinden sich zahlreiche Stände, Restaurants und kleine Lokale.
Das Angebot reicht von Obst, Gemüse und Gewürzen bis zu internationalen Spezialitäten. Samstags findet zusätzlich ein bekannter Flohmarkt statt.
Der Naschmarkt lässt sich gut mit einem Besuch der Wiener Secession und des Karlsplatzes kombinieren.
16. Hundertwasserhaus und Kunst Haus Wien
Mit seinen unregelmäßigen Formen, bunten Fassaden und begrünten Elementen bildet das Hundertwasserhaus einen starken Gegenpol zu den imperialen Prachtbauten Wiens.
Die Wohnhausanlage wurde zwischen 1983 und 1985 nach den Ideen Friedensreich Hundertwassers errichtet. Da es sich um ein bewohntes Wohnhaus handelt, kann das eigentliche Gebäude nicht wie ein Museum besichtigt werden.
Wer sich näher mit Hundertwasser beschäftigen möchte, kann den Besuch mit dem Kunst Haus Wien verbinden.
17. Jesuitenkirche
Eine weniger bekannte, aber beeindruckende Sehenswürdigkeit ist die Jesuitenkirche im 1. Bezirk. Von außen wirkt sie vergleichsweise zurückhaltend. Im Inneren erwartet Besucher dagegen ein reich ausgestatteter barocker Kirchenraum.
Die Kirche eignet sich hervorragend für Reisende, die nach den berühmtesten Sehenswürdigkeiten noch einige weniger offensichtliche Orte kennenlernen möchten.
18. Donaukanal
Am Donaukanal zeigt sich Wien moderner und ungezwungener. Entlang des Wassers finden sich Street-Art, Gastronomie und im Sommer zahlreiche Möglichkeiten, draußen zu sitzen.
Gerade nach einem Tag voller Museen und historischer Gebäude bietet sich ein Spaziergang am Kanal als Kontrastprogramm an.
19. Kahlenberg – Wien von oben
Wer etwas mehr Zeit mitbringt, sollte einen Ausflug in Richtung Wienerwald unternehmen. Vom Kahlenberg öffnet sich bei klarem Wetter ein weiter Blick über Wien und die Donau.
Der Ausflug lässt sich gut mit einem Besuch in einem der traditionellen Weinorte am Stadtrand verbinden.
20. Zentralfriedhof
Ein Friedhof als Sehenswürdigkeit klingt zunächst ungewöhnlich. Der Wiener Zentralfriedhof gehört jedoch aufgrund seiner Größe, Architektur und zahlreichen Ehrengräber zu den interessantesten Orten der Stadt.
Hier befinden sich unter anderem Grabstätten bedeutender Musiker und Persönlichkeiten der österreichischen Geschichte. Wer sich für Musikgeschichte interessiert, entdeckt hier eine ganz andere Seite Wiens.
Wien abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten erleben
In ein Wiener Kaffeehaus gehen
Ein Kaffeehausbesuch gehört zu Wien beinahe genauso wie Stephansdom und Schönbrunn. Dabei geht es nicht darum, schnell einen Kaffee zu trinken. Das traditionelle Wiener Kaffeehaus ist ein Ort zum Lesen, Reden, Beobachten und Verweilen.
Bestellen Sie beispielsweise eine Melange und dazu ein Stück Apfelstrudel, Sachertorte oder eine andere Mehlspeise. Berühmte Kaffeehäuser können zu Stoßzeiten recht voll werden. Oft lohnt es sich deshalb, auch kleinere traditionelle Häuser abseits der bekanntesten Touristenwege auszuprobieren.
Mit dem Fiaker durch die Innenstadt
Die traditionellen Pferdekutschen gehören zum Bild der Wiener Innenstadt. Eine Fiakerfahrt ist sicherlich nicht die günstigste Art, Wien zu erkunden, kann aber für einen besonderen Anlass ein schönes Erlebnis sein.
Vor Beginn der Fahrt sollte man sich über Route, Dauer und Preis informieren.
Durch den Volksgarten spazieren
Zwischen Hofburg, Parlament und Burgtheater liegt der Volksgarten. Besonders im Frühling und Sommer ist er eine angenehme Möglichkeit, während des Sightseeings eine Pause einzulegen.
Auch der Burggarten, Stadtpark und Augarten sind gute Ziele, wenn nach Museen und Einkaufsstraßen etwas Grün gefragt ist.
Einen Heurigen besuchen
Wien ist eine der wenigen Großstädte Europas mit bedeutendem Weinbau innerhalb der Stadtgrenzen. In Gegenden wie Grinzing, Nussdorf oder Neustift am Walde befinden sich zahlreiche Heurige.
Vor allem bei schönem Wetter ist ein Abend beim Heurigen eine schöne Ergänzung zum klassischen Innenstadtprogramm.
Kostenlose Sehenswürdigkeiten in Wien
Auch mit kleinem Reisebudget lässt sich in Wien viel unternehmen. Für zahlreiche Erlebnisse muss überhaupt kein Eintritt bezahlt werden.
- Spaziergang durch die historische Altstadt
- Graben und Kohlmarkt
- Heldenplatz und Außenbereiche der Hofburg
- große Teile des Schlossparks Schönbrunn
- Belvedere-Garten
- Rathausplatz
- Stadtpark und Volksgarten
- Donaukanal
- MuseumsQuartier-Außenbereiche
- Naschmarkt ohne Konsum
Gerade für einen ersten Wien-Besuch ist daher keineswegs für jede Sehenswürdigkeit ein Ticket notwendig.
Wien an einem Tag: Was sollte man sehen?
Wer nur einen einzigen Tag in Wien hat, sollte sich auf die Innenstadt konzentrieren. Ein guter Ausgangspunkt ist der Stephansdom. Von dort geht es über Graben und Kohlmarkt zur Hofburg.
Anschließend kann man über Heldenplatz und Volksgarten zur Ringstraße laufen und Parlament, Rathaus, Burgtheater und MuseumsQuartier ansehen. Danach führt der Weg über die Staatsoper zurück Richtung Innenstadt.
Am Abend bietet sich entweder ein Kaffeehaus, ein klassisches Wiener Restaurant oder eine Fahrt mit dem Riesenrad im Prater an.
Wien in zwei Tagen
Am ersten Tag bietet sich das Programm der Innenstadt an. Den zweiten Tag sollte man am Vormittag für Schloss Schönbrunn reservieren.
Nach Schloss und Garten kann es am Nachmittag zum Belvedere gehen. Den Abend verbringt man anschließend beispielsweise am Naschmarkt oder Donaukanal.
Wien in drei Tagen
Mit drei Tagen lässt sich Wien deutlich entspannter entdecken:
- Tag 1: Stephansdom, Altstadt, Hofburg, Ringstraße und Rathaus.
- Tag 2: Schloss Schönbrunn, Schlosspark und anschließend Prater.
- Tag 3: Belvedere, MuseumsQuartier, Naschmarkt und je nach Interesse Hundertwasserhaus oder Kahlenberg.
Kunstliebhaber können am dritten Tag stattdessen Kunsthistorisches Museum, Leopold Museum oder Albertina einplanen.
Wien mit Kindern
Wien eignet sich auch hervorragend für einen Familienurlaub. Gerade wenn Kinder bei einem reinen Museumsprogramm schnell die Geduld verlieren, lassen sich Kultur und Unterhaltung gut miteinander kombinieren.
Besonders geeignet sind der Tiergarten Schönbrunn, der Prater, das Riesenrad, das ZOOM Kindermuseum im MuseumsQuartier und die großen Parkanlagen.
Auch eine Fahrt mit Straßenbahn oder U-Bahn kann für kleinere Kinder bereits eine angenehme Abwechslung vom vielen Laufen sein.
Was sollte man in Wien essen?
Zu einem Städtetrip gehört auch die Wiener Küche. Wer klassische Gerichte probieren möchte, findet in der Stadt zahlreiche traditionelle Gasthäuser und Kaffeehäuser.
- Wiener Schnitzel
- Tafelspitz
- Gulasch
- Kaiserschmarrn
- Apfelstrudel
- Sachertorte
- Palatschinken
Und natürlich gehört mindestens eine Wiener Melange zum Aufenthalt.
Wie kommt man in Wien am besten herum?
Viele Sehenswürdigkeiten im historischen Zentrum lassen sich hervorragend zu Fuß erreichen. Für Schönbrunn, Prater, Kahlenberg und andere weiter entfernte Ziele bietet sich der öffentliche Nahverkehr an.
U-Bahn, Straßenbahn, Bus und S-Bahn machen es unnötig, während eines klassischen Städtetrips ein Auto zu benutzen. Gerade in der Innenstadt ist ein Auto eher hinderlich als hilfreich.
Wichtig: Das Tarifangebot der Wiener Linien wurde 2026 verändert. Die früher häufig empfohlenen klassischen 48- und 72-Stunden-Tickets der Wiener Linien gibt es in dieser Form nicht mehr. Deshalb sollte man vor der Reise die aktuell angebotenen Tages- und Mehrtagestickets vergleichen.
Wann ist die beste Reisezeit für Wien?
Wien kann praktisch das ganze Jahr über besucht werden. Welche Jahreszeit am besten geeignet ist, hängt davon ab, was man erleben möchte.
Frühling: Angenehm für Spaziergänge, Parks und Schlossgärten.
Sommer: Viel Leben im Freien, lange Abende und Veranstaltungen, allerdings teilweise hohe Temperaturen und viele Besucher.
Herbst: Gute Zeit für Kultur, Spaziergänge und Ausflüge zu den Wiener Weinbergen.
Winter: Besonders beliebt wegen der Weihnachtsmärkte, Kaffeehäuser, Museen und der festlich beleuchteten Innenstadt.
Wie viel Zeit sollte man für Wien einplanen?
Für einen ersten Eindruck reichen zwei Tage. Empfehlenswerter sind jedoch drei bis vier Tage. Dann bleibt genügend Zeit für die Innenstadt, Schönbrunn, ein oder zwei Museen und einen Abend, an dem nicht schon die nächste Sehenswürdigkeit wartet.
Wer Museen liebt oder zusätzlich Kahlenberg, Zentralfriedhof, Heurige und weniger bekannte Stadtviertel besuchen möchte, kann problemlos fünf Tage oder länger in Wien verbringen.
FAQ zu den Sehenswürdigkeiten in Wien
Was muss man in Wien unbedingt gesehen haben?
Bei einem ersten Besuch gehören Stephansdom, Hofburg, Schloss Schönbrunn, Schloss Belvedere und die Ringstraße zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Wer mehr Zeit hat, sollte außerdem Prater, MuseumsQuartier, Naschmarkt und Hundertwasserhaus besuchen.
Welche Sehenswürdigkeit in Wien ist die bekannteste?
Der Stephansdom gilt als Wahrzeichen Wiens. Ebenfalls weltweit bekannt sind Schloss Schönbrunn, das Wiener Riesenrad, die Hofburg und Schloss Belvedere.
Wie viele Tage sollte man für Wien einplanen?
Drei Tage sind für einen ersten Wien-Besuch ideal. Zwei Tage reichen für die wichtigsten Highlights, während vier oder fünf Tage einen deutlich entspannteren Aufenthalt ermöglichen.
Kann man Wien gut zu Fuß erkunden?
Ja. Besonders die Sehenswürdigkeiten der Inneren Stadt liegen dicht beieinander. Stephansdom, Hofburg, Staatsoper, Rathaus, Parlament und MuseumsQuartier lassen sich gut miteinander verbinden. Für Schönbrunn und den Prater empfiehlt sich die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
Welche Sehenswürdigkeiten in Wien sind kostenlos?
Die historische Innenstadt, Graben, Heldenplatz, Rathausplatz, Donaukanal, Volksgarten, Stadtpark sowie große Teile des Schlossparks Schönbrunn können kostenlos besucht werden. Auch die Außenbereiche des MuseumsQuartiers sind frei zugänglich.
Was kann man in Wien bei Regen machen?
Bei schlechtem Wetter bietet Wien besonders viele Möglichkeiten. Empfehlenswert sind unter anderem Hofburg, Sisi Museum, Kunsthistorisches Museum, Albertina, Belvedere, Leopold Museum und eine Führung durch die Wiener Staatsoper. Anschließend bietet sich ein längerer Besuch in einem Wiener Kaffeehaus an.
Welche Sehenswürdigkeiten eignen sich für Kinder?
Besonders beliebt bei Familien sind der Tiergarten Schönbrunn, der Prater mit dem Riesenrad und das ZOOM Kindermuseum. Auch der weitläufige Schlosspark Schönbrunn bietet Kindern mehr Bewegungsfreiheit als ein klassischer Museumsbesuch.
Wo hat man den schönsten Blick über Wien?
Schöne Aussichten bieten der Stephansdom, die Gloriette im Schlosspark Schönbrunn, das Wiener Riesenrad und der Kahlenberg. Für einen Blick über das MuseumsQuartier bietet sich außerdem die MQ Libelle an.
Braucht man in Wien ein Auto?
Für einen normalen Städtetrip ist ein Auto nicht notwendig. Die Innenstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden und weiter entfernte Sehenswürdigkeiten sind mit U-Bahn, Straßenbahn, Bus oder S-Bahn erreichbar.
Was kann man abends in Wien unternehmen?
Am Abend bieten sich ein Besuch der Staatsoper oder eines Konzerts, ein traditionelles Restaurant, ein Kaffeehaus, der Prater, der Donaukanal oder ein Heuriger am Stadtrand an. Auch ein Spaziergang durch die beleuchtete Innenstadt ist sehr schön.
Fazit: Wien gehört zu den schönsten Städten Europas
Wien ist weit mehr als eine Ansammlung berühmter Sehenswürdigkeiten. Natürlich gehören Stephansdom, Hofburg, Schönbrunn und Staatsoper zu einer ersten Reise dazu. Den besonderen Reiz der Stadt entdeckt man jedoch häufig zwischen diesen großen Attraktionen: in kleinen Gassen, alten Kaffeehäusern, Parks, auf Märkten oder bei einem Abend am Donaukanal.
Die Kombination aus imperialer Architektur, Kunst, Musik, lebendigen Stadtvierteln und überraschend viel Grün macht Wien zu einem Reiseziel, das sowohl für ein Wochenende als auch für einen längeren Aufenthalt funktioniert.
Und obwohl Wien deutlich größer ist als meine Heimatstadt, erinnert mich die Freude am Erkunden historischer Straßen und Aussichtspunkte immer ein wenig daran, warum ich auch als Heidelberger historische Städte so gerne zu Fuß entdecke.
Wer drei oder vier Tage Zeit mitbringt, muss in Wien nicht von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit hetzen. Genau dann entfaltet die österreichische Hauptstadt ihren eigentlichen Charme: wenn neben den großen Highlights noch genügend Zeit für einen Kaffee, einen Park oder einen ungeplanten Abstecher in eine schöne Seitengasse bleibt.



