Stresa, ein Traum am Lago Maggiore

Stresa gehört wohl zu den attraktivsten und beliebtesten Urlaubszielen am Lago Maggiore. Jedes Jahr kommen Touristen aus aller Welt an diesen Ort mit gerade einmal 5.000 Einwohnern, der mit seiner bezaubernden Lage am See, den malerischen Gärten und wunderschönen Uferpromenaden absolut jeden begeistert. Stresa gehört schon seit mehr als einem Jahrhundert zu den bekanntesten und beliebtesten Urlaubszielen im Norden Italiens. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts kamen die ersten Urlauber in das wundervolle Dorf am Lago Maggiore und genossen die gute Küche, die mediterrane Landschaft und das milde Klima.

Die besten Sehenswürdigkeiten in Stresa

Parco Pallavicino

Kleine Gassen mit Shops in der Altstadt von Stresa
Kleine Gassen mit Shops in der Altstadt von Stresa

Die Villa Pallavicino liegt am Anfang von Stresa in Richtung Arona. Über eine Fläche von mehr als 16 Hektar Land erstrecken sich ein zoologischer Park und ein atemberaubend schöner Garten. Die Villa Pallavicino wurde als privater Wohnsitz in der Hälfte des vergangenen Jahrhunderts errichtet. Der Politiker und Schriftsteller Ruggero Borghi erwarb 1855 das Grundstück direkt am See und lies dort eine Villa errichten. 1857 wurde dann der gesamte Besitz an den Herzog von Vallombrosa verkauft. Dieser ließ das Grundstück vergrößern. 1862 wechselte abermals das Grundstück seinen Besitzer, Marquis Lodovico Pallavicino ließ den Garten mit Kutschenstraßen und Statuen versehen. Im Jahre 1956 wurde dann der Park als zoologische Garten für die gesamte Öffentlichkeit eröffnet. Heutzutage gilt der Garten als Oase der Erholung und Ruhe. Touristen können durch die Gewächshäuser flanieren und die Vielzahl an alten Bäume, wunderschöne Blumen und Statuen bewundern und auch die dort lebenden Tiere beobachten.

Lungolago di Stresa
Der Lungolago die Stresa ist für viele Touristen, aber auch Einheimische nicht etwa nur ein Weg, der zufällig am Lago Maggiore entlangführt, sondern eine der beliebtesten und schönsten Sehenswürdigkeiten, die Stresa bieten kann. Die absolute Krönung ist der Blick auf den Golf von Borromeo, doch jeder einzelne Schritt, den man auf diesem Weg geht, ist einfach nur bezaubernd, denn ringsherum stehen wundervolle große Bäume und liegen bunte Blumenbeete.

Giardino Botanico Alpinia
In ca. 800 m Höhe liegt der botanische Garten Giardino Botanico Alpinia, der eine vier Hektar große Fläche und einen Panoramablick auf den Lago Maggiore zu bieten hat. Der, zum Schutz der alpinen Pflanzen, 1934 gegründete Garten kann ganz bequem mit der Mottarone-Seilbahn erreicht werden. Mehr als 1.000 verschiedene alpine Pflanzenarten haben hier oben ihre Heimat gefunden.

Monte Mottarone
Der Monte Mottarone ist mit seinen knappen 1.500 Metern Höhe der Hausberg von Stresa. Der Berggipfel lässt sich ganz bequem mit dem Auto erreichen. Doch seit 1970 kann man auch mit einer Luftseilbahn in die Höhen hinaufsteigen. Der Botanische Garten, der etwa auf halber Höhe der Strecke liegt, lässt sich aufgrund einer Haltestelle hervorragend erreichen. Der weitere Aufstiegsweg, wer zu Fuß gehen möchte, dauert ca. 20 Minuten.

Monumento al Mulo
In Italien gibt es bekanntlich Tausende von Statuen und wohl hundert verschiedene allein in Stresa. Doch das Momumento al Mulo zeichnet sich nicht nur durch die Lage am wundervollen Lago Maggiore aus, sondern auch aufgrund der Bedeutung des. Das Maultier muss eine schwere Last, nämlich eine Kanone, in die Alpen tragen. Der Ausdruck des Leidens auf dem Gesicht des Tieres lässt nahezu keinen Besucher unberührt. Das Monument wurde errichtet, um den vielen Menschen und Tieren zu gedenken, die die Region in der Vergangenheit vor Eindringlingen schützen mussten.

Villa Ducale
Bereits im Jahre 1711 wurde die Villa Ducale, welches das älteste Anwesen von Stres ist, urkundlich erwähnt. Erbaut wurde diese imposante Villa am Seeufer, unweit vom Zentrum, von der Familie Bolongaro.
Die Villa steht auf einer Fläche, welche als Terrasse benutzt wird und von wunderschönen Brüstungen umgeben ist. Die schmiedeeisernen Geländer, im Rokoko-Stil und die zwei Treppenfluchten, welche im 18. Jahrhundert entstanden, rauben jedem Besucher den Atem. Alle Räume der historischen Villa können im Rahmen einer Führung besucht werden.

Unternehmungen in Stresa

Stresa: Blick auf den Lago di Maggiore
Stresa: Blick auf den Lago di Maggiore

Borromäische Inseln 1-Tages-Hop-On/Hop-Off-Bootstour
Bei diesem eintägigen Ausflug kann man den Lago Maggiore und die borromäischen Insel ganz in seinem eigenen Tempo erkunden und dabei die wundervolle Landschaft, die der See zu bieten hat, bestaunen. Die monumentalen Sehenswürdigkeiten auf den Inseln können im Zusammenspiel mit dem Ausflug ebenfalls besucht werden.

Ponte di Pietra – Torrente San Bernardino
Die uralte Steinbrücke, die den Torrente San Bernardino überquert, ist Teil des alten Maultierpfades. Der Blick in die Schlucht und auf die Wasserfälle sind auf jeden Fall einen Ausflug wert.

Bootsfahrt bei Sonnenuntergang
Eine Bootsfahrt auf dem Lago Maggiore und an den Borromäischen Inseln vorbei ist schon ein Erlebnis an sich, doch geht währenddessen die Sonne unter, lässt diese Bootstour jedes Herz höher schlagen. Während der Fahrt hat man die Möglichkeit den Borromäischen Golf und die Sehenswürdigkeiten auf der Isola Pescatori, der Isola Madre und der Isola Bella, vom Wasser aus zu bewundern. Das Boot eignet sich hervorragend für Gruppen, aber auch wenn man allein mit seinem Partner oder seiner Partnerin romantische Momente erleben möchte.

Abenteuerpark mit Panoramablick
Im Kletterpark am Lago Maggiore bekommt man die Möglichkeit, die Schönheit des Lago Maggiore aus 4 Metern Höhe zu bestaunen. Nach der ausgiebigen Kletterpartie kann man ganz bequem die 65 m lange Seilbahn zurück auf den Boden nutzen. Auch für ganz kleine Kinder hat der Park einiges zu bieten. Neben mehreren Sandkästen kann auch ausgiebig gerutscht werden. Wenn der kleine Hunger kommt, kann man in den Restaurants, die im Park liegen, einige Spezialitäten verköstigen.

Die drei Hauptinseln der Borromäischen Inseln

Zwischen Stresa und Pallanza, im Borromäischen Golf gelegen, sind die Inseln ein ideales Urlaubsziel, oder ein perfektes Ausflugsziel für ein Wochenende. Die Rede ist von den drei Hauptinseln: Isola Bella, Isola Madre und Isola dei Pescatori.

Isola Madre

Blick auf Isola Madre
Blick auf Isola Madre

Einer der grüßten Schriftsteller aus dem 19. Jahrhundert sagte einst: „Es ist der luxuriöseste Ort, den ich je auf der Welt gesehen habe.“ Mit diesem Satz bezog er sich auf diese paradiesische Insel.
Die Isola Madre zeichnet sich nicht nur dadurch aus, dass sie die größte der Inseln ist, sondern auch durch ihren Garten mit exotischen Blumen, seltenen Pflanzen, Pfauen, Fasane und Papageien, die dort frei leben können.

Isola Bella
An der nordwestlich gelegenen Seite des Sees, liegt die Isola Bella, die vollständig als Garten angelegt ist. 1632 wurde, von Grad vitaliano Borromeo, mit den Bauarbeiten eines historisch denkwürdigen Palasts und den königlichen Gärten in Terrassenform begonnen. Von der Pracht der Statuen, Gemälden, Möbel und auch Wandteppiche sind die Besucher jedes Mal aufs neue fasziniert. Nachdem man den Palast bewundert hat, kann man einen wundervollen Spaziergang in den Gärten, voller exotischen Pflanzen, genießen.

Isola dei Pescatori
Die Insel ist auch als Isola Superiore oder auch als Fischerinsel bekannt. Sie ist die einzige, die dauerhaft von Menschen bewohnt wird.
Aufgrund ihres kleinen Dorfplatzes, mit schmalen Gassen, Häusern mit sehr langen Balkonen und der Promenade unter jahrhundertealten Bäumen, machen die Insel zum romantischsten Ort des gesamten Lago Maggiore. Viele Touristen besuchen die Insel auch wegen des dort stattfindenden Marktes, auf welchem lokale Handwerke der Kunst käuflich sind.

Stresa in der Geschichte

Unter dem Namen Strixia wurde der Ort Stresa im Jahre 998, auf einem Stück Pergament, das allererste Mal erwähnt. Der Ausdruck Strixia soll aus dem langobardischen Sprachgebrauch kommen und so viel wie „kleiner Landstreifen“ bedeuten. Das ursprünglich mehrheitlich von Fischern bewohnte Dorf wurde im 15. Jahrhundert zum Besitz der Visconti-Familie. Danach haben die Borromäer das Land erworben und seit dem 19. Jahrhundert ist es Teil der intellektuellen Grand Tour beispielsweise von Charles Dickens, Stendhal und auch Lord Byron.
Ernest Hemingway widmete mehrere Kapitel in seinem Buch „In einem anderen Land“ dieser Ortschaft. Welch eine Ehre für die 5.000-Seelen-Gemeinde.

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