Meine persönlichen 5 Lieblings-Sehenswürdigkeiten in Wien

Wien ist auf der ganzen Welt als Stadt der Musik und der Sachertorten bekannt. Was viele nicht wissen: Nach Berlin ist Wien die zweitgrößte deutschsprachige Stadt auf der Welt! Trotz der Größe ist die Stadt für Touristen aber sehr leicht zu erkunden, weil sich die meisten Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum befinden und du alle Destinationen, die weiter außerhalb liegen, bequem mit den öffentlichen Verkehrsmittel (Öffis) erreichen kannst.

In den letzten Jahren verbuchte die Stadt jährlich knapp 18 Millionen Übernachtungen (Quelle). Zwar ist Wien durchaus eine Stadt, in der man mehrere Wochen verbringen und dennoch täglich etwas neues entdecken kann, dennoch beträgt die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Touristen in Wien nur knapp 2 Tage. Das ist zwar genug Zeit, um sich einen Überblick der wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu verschaffen, aber zu wenig, um wirklich alle Schätze dieser Stadt zu entdecken.

Aus diesem Grund will ich dir in diesem Beitrag, eine kurze Auflistung der Sehenswürdigkeiten geben, die du bei einem 48 Stunden Aufenthalt in Wien unbedingt ansehen musst. Falls du etwas mehr Zeit hast, die Stadt zu erkunden, lies dir am besten meine anderen Blogbeiträge über Wien durch.

Hofburg

Die Hofburg ist die ehemalige Kaiserresidenz in Wien. Im Jahr 1279 wurde der Komplex das erste Mal urkundlich erwähnt: Anfangs handelte es sich bloß um eine kleine Burg, aber seit dem Mittelalter wurde das Gebäude ständig erweitert und ausgebaut. Der jüngste Teil des Gebäudekomplexes, die Neue Burg, wurde sogar erst nach dem ersten Weltkrieg in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts fertiggestellt. Heute umfasst das Areal der Hofburg 24 Hektar, womit sie noch größer als der Louvre in Paris ist und als der zweitgrößte Palast Europas gilt (nur der von Ceaușescu errichtete Parlamentspalast in Bukarest erstreckt sich über eine noch größere Fläche).

Habsburger residieren in der Hofburg schon lange nicht mehr, dafür ist sie heutzutage der Amtssitz des österreichischen Präsidenten. Für Touristen interessanter sind die kaiserliche Schatzkammer, das Weltmuseum, der Prunksaal der Nationalbibliothek sowie die Spanische Hofreitschule.

Schloss Belvedere

Das auf einem Hügel nahe der Innenstadt gelegene Schloss wurde im 18. Jahrhundert für den legendären Feldherren Prinz Eugen errichtet. Prinz Eugen zeichnete sich nicht nur im Kampf gegen das osmanische Reich aus, er war auch ein bedeutender Kunst- und Büchersammler: Seine Bibliotheca Eugeniana galt als eine der größten Buchsammlungen Europas.

Die beliebtesten Fotomotive der Anlage sind das Oberes Belvedere, die Gartenanlage mit Blick auf Wien und Klimts “Der Kuss”, der sich im Museum Österreichische Galerie Belvedere befindet.

Kunsthistorische-Museum

Dieses Museum ist ein Palast der Kunst. Es wurde 1891 eröffnet, um die Kunstsammlung der Habsburger an einem Ort zusammenzuführen. Vielen Touristen fällt es schwer zwischen dem Kunsthistorischen Museum und dem Nachbargebäude des Naturhistorischen Museums zu unterscheiden, weil beide Gebäude fast identisch aussehen. Hier hilft der folgende Tipp: Auf der Kuppel des Naturhistorischen Museums steht eine männliche Statue, der griechische Sonnengott Helios. Auf der Kuppel des Kunsthistorischen Museums hingegen eine weibliche Statute,  eine Darstellung von der Göttin Athene, die für die Griechen auch die Göttin der Kunst war.

Höhepunkte des Museums sind die Antikensammlung sowie die Gemäldegalerie, wo sich viele Werke von Dürer, Bruegel oder Raffael befinden.

Schloss Schönbrunn

Das Schloss Schönbrunn ist zusammen mit dem Schlosspark die beliebteste Sehenswürdigkeit Österreichs. Seit den Zeiten Maria Theresias diente der barocke Palast als Wohnstätte der Habsburger.  1996 wurde dem Schloss in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbes eingetragen.

Heute können die Prunkräume im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Ähnlich spektakulär (aber kostenlos) ist ein Spaziergang im Schlosspark. Mein Tipp: Frühstücken oder Brunchen in der wunderschön gelegenen Meierei. Überraschenderweise verirren sich hier kaum Touristen hin, diese gehen alle in das viel teurere Café in der Gloriette.

Wer mit Kindern Urlaub macht, sollte auch nicht den Tiergarten Schönbrunn auslassen. Dieser Zoo ist der älteste noch im Betrieb befindliche der Welt und wurde in den letzten Jahren erheblich modernisiert. In den Jahren 2008, 2010, 2012, 2014 und 2018 wurde er sogar zum besten europäischen Zoo gewählt.

Stephansdom

Der Steffl, wie ihn die Wiener nennen, ist das Herz der Stadt und für manche Österreicher auch eine Art Nationalheiligtum. Mit 136,4 Metern ist der Südturm einer der höchsten Kirchentürme Europas und lange Zeit war der Dom auch das höchste Gebäude Österreichs; nicht zuletzt weil in den Zeiten der K&K-Monarchie nicht höher gebaut werden durfte.

Zugänglich ist der Dom täglich von 6 bis 22 Uhr: Der Eintritt zum Kirchenschiff ist kostenlos, wer die Türme sowie die Katakomben sehen will, muss jedoch einen kleinen Obolus zahlen.

Auf die Führungen durch die Katakomben des Doms sollten Zartbesaitet eher verzichten: In den alten Grabkammern wurden im Mittelalter zehntausende Menschen beerdigt. Auch die Organe der Habsburger fanden unter dem Dom ihre letzte Ruhestätte, da es damals üblich war, die Herrscher auszuweiden und ihre Körperteile in verschiedenen Kirchen auszustellen.

Deshalb befinden sich heute die Organe der Habsburger in mit Alkohol gefüllten Gefäßen in den Katakomben, während die Herzen einige hundert Meter entfernt in der Albertinakirche ruhen. Die restlichen Teile der Körper fanden ihre letzte Ruhestätte in der Kapuzinergruft.

Weniger düster, zumindest wenn das Wetter mitspielt, ist die Aussicht von den beiden Türmen des Doms. Während du für den Aufstieg auf den Südturm 343 Treppen erklimmen musst, kann der Nordturm bequem per Lift erreicht werden. Bei beiden Varianten wirst du mit einem spektakulären Ausblick belohnt!

Selbstverständlich finden im Dom auch täglich Gottesdienste statt. Die Termine findest du auf der Webseite der Dompfarre.

Weitere Tipps.

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