Turda Rumänien

Die Stadt Turda befindet sich im Westen des Siebenbürgischen Beckens nordöstlich vom Trascau Gebirge. Sie liegt 30 km südöstlich der Kreishauptstadt Cluj-Napoca. Wer eine Anreise mit der Bahn plant, erreicht Turda über eine Schmalspurbahn. Auf ihr fährt in regelmäßigen Abständen eine Dampflock mit zwei Waggons. Die Bahn ist täglich zwischen Turda und Rosia Montana auf einer Strecke von 12 km im Einsatz. Eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt ist das Salzbergwerk Turda. Hierbei handelt es sich um ein interessantes Museum, in dem die Geschichte des Salzabbaus festgehalten wird. Ein besonderes Naturschauspiel kann auf einer Tour durch die Vladeasa Berge besucht werden. Er ist der größte Wasserfall in der Umgebung, der im Gebirge zu finden ist. Der Hauptkamm des Bergmassivs hat eine Länge von 50 km.

Sehenswürdigkeiten in Turda

In Turda und Umgebung gibt es neben der Salina noch weitere interessante Sehenswürdigkeiten. Ein beliebtes Ziel ist reformierte Kirchenburg. Sie befindet sich in Turda Veche. Die gotische einschiffige Kirche wurde im 14. Jahrhundert errichtet. Im 18. Jahrhundert wurde sie im Barockstil umgebaut.

Im 16. Jahrhundert wurden rum um die Kirche Ringmauern erbaut. Der Glockenturm der Kirche stammt aus dem Jahr 1906. Er ist 60 m hoch und steht unter Denkmalschutz. Auch eine katholische Kirche ist in der Nähe zu finden. Sie wurde bis 1504 fertiggestellt. Bei dieser Kirche handelt es sich um eine gotische Saalskirche. Sie verfügt über keinen Turm und hat eine Länge von 50 m und eine Breite von 18,20 m. Das Besondere dieser Kirche ist der Altar. Die katholische Kirche steht ebenfalls unter Denkmalschutz.

Historie pur

Das Stadtmuseum befindet sich in einem ehemaligen Fürstenpalast. Er wurde im 15. Jahrhundert errichtet. Durch den Fürsten Stephan Bathory wurde er 1560 umgebaut und gehört ebenfalls zu den denkmalgeschützten Gebäuden der Stadt. Wer sich für alte Gebäude interessiert, sollte sich auch die ehemalige Brauerei ansehen. Sie entstand in den Jahren 1756 bis 1814. 1911 wurde das Gebäude erweitert. Zu den bekannten Sehenswürdigkeiten gehört die Kloster- und Franziskanerkapelle.

Das Gebäude aus dem Jahr 1733 wurde 1903 in den Barock Stil umgebaut. Heute handelt es sich um das Gerichtsgebäude der Stadt. Zur Erinnerung an die Ermordung des Wowoden Mihai Veteazul wurde im Jahr 1601 ein 1601 cm hohes Denkmal errichtet. Das Holzkreuz wurde 1923 entfernt und befindet sich derzeit im Turdauer Museum. Es handelt sich bei diesem Denkmal um ein Werk von Marius Butunoiu.

Ein weiteres Denkmal ist die Kopie der Kapitolinischen Wölfin. Das Denkmal ist eine lebensgroße Bronzefigur, die eine Wölfin mit Romulus und Remus darstellt. Die Kopie wurde in der Str. Nicolae lorga 1936 errichtet Am Ratius Wohnhaus wurde im 19. Jahrhundert ein weiteres Denkmal errichtet. Hierbei handelt es sich um eine Büste von Ioan Ratiu.

Landschaft von Turda

Die Thorenburger Schlucht befindet sich circa acht Kilometer von der Stadt entfernt. Das beliebte Ausflugsziel wird auch als Cheile Turzii und Thorenburger Klamm bezeichnet. Es handelt sich um einen Kalksteinklamm, der im Trascau Gebirge liegt. Dieses Ausflugsziel befindet sich am Ostrand der Westkarparten und ist optimal für einen Tagesausflug geeignet. Die Schlucht hat eine Länge von zwei Kilometern. Durch die Schlucht fließt der Hadate-Bach, der sich tief in den Kalkstein eingegraben hat.

Durch den Bach wird das Trascau Gebirge unterbrochen. Der Klamm wird durch zwei 300 m hohe Steilwände fest begrenzt. In den Wänden sieht gibt es mehrere Höhlen. Bereits in der Jungsteinzeit wurde die Schlucht von Menschen besiedelt. Da die Schlucht über 1000 zum größten Teil alpine Pflanzenarten umfasst, wurde sie 1938 unter Naturschutz gestellt. Inzwischen weist das Areal eine Fläche von 176 Hektar auf. Hier leben viele Arten an Amphibien, Fische, Vögel und Säugetiere wie Marder, Wiesel, Wildschweine und Füchse.

Natur pur – Nationalpark Rodnei Mountain & Apuseni-Gebirge

Ein schönes Ausflugsziel ist der Nationalpark Rodnei Mountain. Urlauber können eine mehrtägige Tour buchen, um den Nationalpark in Ruhe zu erkunden. Die Ortschaft bietet ein actionreiches Abenteuer quer durch die Karparten der Maramures in Rumänien. Besucher können zum höchsten Gipfel des Parks gelangen. Attraktiv ist eine Fahrt mit dem Mocanita Dampfzug. Im traditionellen Dorf kann auch eine Reittour unternommen werden. Vor Ort befinden sich romantische Unterkünfte, die einen Blick auf die Berge bieten. Von hier aus können die unterschiedlichsten Tagestouren gestartet werden.

Wer dem Alltagsstress entfliehen möchte, sollte eine Tour durch die Wildnis und Natur unternehmen. Das Apuseni-Gebirge in den Westkarpaten hat Urlaubern eines zu bieten. Besonders für Wanderer ist die Tour durch die Berge gut geeignet. Wanderwege zwischen den Bergen führen nach Piatra Secuiului. Unterwegs kann die umfangreiche Flora und Fauna bewundert werden. Die Tour sollte immer mit einem zertifizierten Bergführer durchgeführt werden. Das bietet Urlaubern zusätzlich den Vorteil, dass sie die unterschiedlichsten Wandertechniken erlernen können. Neben dem Navigieren mit dem Kompass wird auch das Kartenlesen erlernt. Auf der Tour durch Piatra Secuiului können Abstecher zu den Ausflugszielen Trascau Montains, Cluj-Napoca Romania und Apuseni Mountain Range. Als Höhepunkte der Tour gelten die Studentenhöhe, Felsen der Szeklers, das Dorf von Rimetea und die Festung Coltesti.

In der Nähe von Cluj-Napoca befindet sich der Hoia Baciu Wald. Das ruhige Waldgebiet wurde 1968 weltweit bekannt, als über der Gegen ein UFO fotografiert wurde. Auch nach diesem Vorfall wurden nachts immer wieder seltsame Lichter gesichtet. Die Vegetation soll an einigen Stellen ebenfalls sehr seltsam aussehen. Einheimische berichten, dass es einige paranormale Aktivitäten gab. Eine Nachttour in die Umgebung sorgt immer für eine gruselige Stimmung.

Historie

Die Stadt Turda war früher eine Siedlung der Daker. Später galt sie als römische Festung. Um Turda wurde ein Dorf errichtet, woraus sich später eine Kolonie gebildet hat. In der Zeit der Römer wurde begonnen, in der Umgebung Salz abzubauen. Kaiser Trajan ließ um das Jahr 110 zwischen Napoca und Potaissa eine Straße bauen. Hier befindet sich heute das Areal Turdas. Urkundlich wurde die Stadt im Jahr 1197 erstmalig erwähnt. 1278 wurden die Salzgruben von König Ladislaus an das Weißenburger Bistum verschenkt. Turda wurde im Mittelalter zur Hauptstadt ernannt.

Die Hauptstadt des siebenbürgischen Komitatsbodens wurde für die transsilvanischen Generalversammlungen des Adels genutzt. Die Versammlungen fanden unter dem Vorsitz des ungarischen Königs statt. Damals oblag ein Beratungsgremium und die Generalversammlung der obersten Rechtssprechung. Im Jahr 1568 wurde auf dem Thorenburger Landtag durch den Edikt von Turda rechtlich festgelegt, dass in Europa eine eingeschränkte Religionsfreiheit gilt. Die Stadt Turda gehört seit 1920 zu Rumänien. Im Vergleich zu den ethnischen Rumänen gehören die deutsch- und ungarischsprachigen Bewohnern zur Minderheit. In der heutigen Zeit gilt die Stadt als wichtiger Standort für die Bau- und Chemieindustrie.

Fakten zu Turda

Die Stadt Turda hat eine Fläche von 91,43 Quadratkilometer. Sie hat circa 47700 Einwohner und gehört zur historischen Region Siebenbürgen. Die höchste Einwohnerzahl wurde im Jahr 1992 ermittelt. Die Stadt verbindet durch den Goldenen Kreis von Siebenbürgen die Natur mit einem hohen Maß an Kultur.

Salzmine in Turda
Salzmine in Turda

Urlauber können hier eine 9 km lange Wanderung unternehmen. Von hier aus bietet sich ein Besuch in der mittelalterlichen Stadt an. In der Umgebung von Turda gibt es einiges zu sehen. Viele Urlauber entscheiden sich für Tagestouren, die von verschiedenen Anbietern zur Auswahl stehen. Eine interessante Ganztagestour startet am Turda-Salzbergwerk. Diese Sehenswürdigkeit gilt als einzigartige Attraktion im Land. Von hier aus geht es zu Fuß zum charmanten Dorf Rimetea. Die Landschaft in der Umgebung von Turda strahlt viel Ruhe und Erholung aus. Sie besteht aus vielen Hügeln und Wiesen. Wer in Turda Urlaub macht, sollte auch einen Besuch zur Thorenburger Schlucht einplanen. Sie befindet sich circa acht Kilometer von der Stadt entfernt.

Die Bevölkerungsdichte ist in Turda nicht sehr hoch. Pro Quadratkilometer wohnen rund 522 Einwohner. Zu den bekanntesten Einwohnern von Turda gehörten der ungarisch-deutsche Mathematikprofessor Samu von Borbely, der Komponist Adrian Borza, die Kunstturnerin Andreea Cacovean, der Bildhauer Etienne Hajdú, der Soziologe Baruch Kimmerling und der Politer Ioan Rati. Er galt als Aktivist für die rumänisch-nationalen Anliegen in der Zeit der Habsburger Monarchie.

Wissenswertes & Tipps zur Stadt

Das Salzbergwerk Turda ist eines der bekanntesten und ältesten Salzbergwerke in Siebenbürgen. Der Eingang ist direkt am Touristenzentrum Salina-Durgau zu finden. Über Treppen oder einem Aufzug gelangt man in die Tiefe. Am Höhlenboden erwartet die Besucher den tiefsten Jahrmarkt der Welt. Neben einem Riesenrad ist es möglich, Tischtennis, Bowling oder andere Aktivitäten zu erleben. Durch eine Seitenhöhle gelangen Besucher in einigen Metern Tiefe zu einem großen Salzsee. Dieser kann mit einem Ruderboot befahren und besichtigt werden.

Zwischenzeitlich wurde es im Landkreis Cluj in die Liste der historischen Denkmäler eingetragen. Das Bergwerk gehört zu den beliebtesten Attraktionen der Stadt. Entstanden ist die Salzlagerstätte bereits vor über 13,5 Millionen Jahren. Das heiße tropische Klima und das flache Meer hat eine 400 m dicke Salzschicht entstehen lassen. Die Schicht erstreckt sich weit unter die Umgebung der Stadt. Durch die dicken Sedimentschichten, die sich auf dem Salz abgelagert haben, wurde ein hohes Gewicht auf das Salz abgedrückt. Das hatte zur Folge, dass die Salzsicht an den dünnen Schichten und Rändern in einer pilzartigen Form durch die Erdkruste gedrückt wurden. An einigen Stellen ist eine Erhöhung an der Erdoberfläche sichtbar. An diesen Stellen entstehen Salzminen. Der Salzpilz von Turda erreichte eine Höhe von 1200 m. Seit 1992 wurde das Salzbergwerk für Heilzwecke und dem Tourismus wieder eröffnet. Es steht das ganze Jahr über für Besichtigungen zur Verfügung.

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